Die Karibik - einige Infos für Reiselustige ...

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Exotische Rhythmen, üppige Vegetation, palmengesäumte Sandstrände, warmes, klares Meerwasser und ausgedehnte Korallenriffe das Klischee vom karibischen Paradies lebt.
Doch die Karibik hat mehr zu bieten:

Die Karibischen Inseln erstrecken sich in einem weit geschwungenen Bogen von knapp 4000 km Länge zwischen der nordamerikanischen Halbinsel Florida (USA) und der Nordostküste des südamerikanischen Staates Venezuela.
Sie sind von sehr unterschiedlicher Größe und erreichen mit insgesamt rund 234.000 qkm Inselfläche nicht einmal die Größe der alten Bundesrepublik Deutschland.

Die Karibik ist in Inselgruppen unterteilt: die Bahamas: die Kleinen Antillen; die Großen Antillen mit Kuba, Hispanola (Haiti, Dominikanische Republik), Puerto Rico und den Cayman Islands.
Die Kleinen Antillen sind wiederum in die Inseln über dem Wind (dem östlichen Bogen) und den Inseln unter dem Wind (südlicher Bogen) vor der Küste Venezuelas unterteilt.

Das Meer

Der Inselbogen trennt das Karibische Meer vom Atlantischen Ozean; tiefster Punkt ist der Puerto Rico-Graben mit 9.540 Metern.

Vulkanismus

Vulkanischen Ursprungs ist das Gebirge der Inseln über dem Winde.
Der zweitgrößte Kratersee der Welt befindet sich auf Dominica.

Berge

Die höchste Erhebung auf den Karibischen Inseln ist der Pico Duarte auf Dominicana mit stolzen 3.175 Metern.

Klima

Trotz dauerblauem Himmel und fehlenden Jahreszeiten bieten die Inseln eine erstaunliche Wettervielfalt: vom staubigen Wüstenwind bis zum dampfenden Urwald.
Selbst auf ein und derselben Insel können unterschiedlichste Kleinklimata herrschen.
So kann beispielsweise auf Jamaika die Temperatur in den Bergen bis auf 7 Grad Celsius fallen, während man sich am Strand genüßlich sonnt.

Jahreszeiten

Wie generell in den Tropen, gibt es auf den Karibischen Inseln keine Jahreszeiten mit unterschiedlichen Temperaturen.
So beträgt die Temperaturdifferenz zwischen dem wärmsten und dem kältesten Monat auf den Inseln unter dem Winde meist weniger als 3 Grad Celsius.
Eine typische Regenzeit gibt es auch nicht.
Wenn man in er Karibik von "liquide sunshine" spricht, meint man den kurzen, erfrischenden Regen, der vereinzelt auf den Inseln fällt.
Hochsaison ist in der Karibik von Mitte Dezember bis Mitte April. Ansonsten ist das ganze Jahr Saison.

Lufttemperatur

Mit Ausnahme der Bahamas liegen alle Inseln in den Tropen.
Diese Lage führt ganzjährig zu hohen Temperaturen: Überall auch auf den Bahamas - beträgt die mittlere Jahrestemperatur etwa 25 Grad Celsius oder etwas darüber.
Temperaturextreme treten nicht auf.

Wassertemperatur

Die Karibischen Inseln werden ganzjährig von warmem Wasser umspült.
So beträgt die durchschnittliche Wassertemperatur ca. 27 Grad Celsius.

Niederschlag

Kaum vergleichbar mit außertropischen Gebieten ist die Intensität der Niederschläge. Sie gehen häufig als starke Platzregen oder flirrende Sprühregen nieder.
Nach solchen Güssen scheint bald wieder die Sonne, auch in der sogenannten Regenzeit! Fort de France auf Martinique beispielsweise hat bei 1.540 mm Jahresniederschlag im Jahresmittel 2.757 Stunden Sonnenschein (zum Vergleich Stuttgart: 687 mm Niederschlag bei nur 1.814 Stunden Sonnenschein).

Sonnenschein

Auf den Karibischen Inseln geht das ganze Jahr hindurch die Sonne etwa um sechs Uhr auf und um 18 Uhr unter.
Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sowie die Dämmerung sind im Vergleich zu den gemäßigten Breiten sehr kurz.

Reisezeit

Für uns Europäer ist das Klima der Karibik sehr angenehm.
Das gilt vor allem für die winterliche Trockenzeit.
Aber auch während der sommerlichen Regenzeit wird die hohe Luftfeuchtigkeit und die daraus resultierende Schwüle zumindest in Küstennähe bei der meist herrschenden Luftbewegung nicht zu drückend empfunden.
Auf den gebirgigen Inseln herrscht im luvwärtigen Bereich ein ständiger Wechsel zwischen Landwind und Seewind.
Täglich, beinahe immer zur gleichen Stunde, wird vormittags der seewärts wehende Landwind von dem landwärts wehenden Seewind abgelöst.

Kleidung

In der Regel genügt leichte Kleidung.
Zum Abendessen trägt man aber auch gerne etwas Elegantes.
Die Insulaner bevorzugen meist legere Kleidung, achten aber sehr auf Stil und Geschmack. Nacktheit wird als moralischer Affront betrachtet und ist nur an FKK-Stränden erlaubt.

Flora

Die Pflanzenwelt der Karibik ist eine tropische. Was jedoch nicht heißt, das Erscheinungsbild der Inseln sei durchgehend von immergrünen Regenwäldern beherrscht.
Details über die feuchten und dürren Inseln erfahren Sie auf den Homepages der einzelnen Länder unter der Rubrik Klima & Kleidung.

Feucht- und Trockenwälder

Wo periodische Trockenzeiten auftreten, weicht der Urwald sogenannten Feucht- und Trockenwäldern, deren Bäume sich während er Trockenzeit auch entlauben.
Die trockensten Areale der Antillen überzieht ein lockeres Buschgehölz, dem neben Dornsträuchern auch Agaven, stachelige Opuntien und Kakteen eine eigentümliche Note verleihen.
Diese Trockenvegetation kommt auf den Großen Antillen nur in extremen Leelagen (windfreie Lagen) vor, auf den Inseln unter dem Winde aber prägt sie überall das Landschaftsbild.

Regenwald

Die tiefer gelegenen Gebiete, insbesondere der Großen Antillen, wie auch die Luvseiten der Gebirge überzieht der immergrüne Dschungel.
Dieser bildet mit seinem Artenreichtum und dem vielschichtigen Aufbau die üppigste Pflanzenformation der Erde.
Durch die während des ganzen Jahres anhaltende Vegetationsperiode werfen selbst Bäume der gleichen Art ihr Laub zu verschiedenen Zeiten ab, was den Wald stets grün erscheinen läßt.
Die Bäume recken sich dem Licht entgegen und erreichen in mehreren Stufungen bis zu 40 m Höhe, wobei die weit ausladenden Kronen kaum Licht zum Boden hinab lassen.

Nutzpflanzen

Jahrhunderte währende Kulturmaßnahmen haben das natürliche Pflanzenkleid der Karibischen Inseln weitgehend verändert und zurückgedrängt.
Die typische Vegetation ist heute nur noch gelegentlich anzutreffen.
Neben den einheimischen haben sich auch viele fremde Nutzpflanzen durchgesetzt.
Am bekanntesten dürfte das Zuckerrohr sein, das seit dem 16. Jahrhundert überall auf den Antillen angebaut wird.
Zu Rohrzucker raffiniert oder zu Rum gebrannt, stellt das Zuckerrohr eines der wichtigsten Wirtschaftsgüter der Karibik dar.
Sehr bedeutend ist auch der Anbau von Tabak sowie von Kakao.
Mit den Eroberern kamen Kaffee, Bananen, Zitrusfrüchte, Kokosnüsse und sogar Reis in die Neue Welt.
Aus Asien stammen die Gewürzpflanzen Ingwer und Muskatnuß, die ebenso wie der einheimische Nelkenpfeffer kultiviert werden.

Fruchtpflanzen

An typischen Fruchtpflanzen sind die in Mittelamerika beheimatete Avocado, der Mangobaum mit seinen feinen saftigen Früchten, die Baummelone Papaya sowie der Akeebaum zu nennen.
Der Akeebaum wurde im 19. Jahrhundert angesiedelt.
Seine Brotfrucht war als billiges Nahrungsmittel für Sklaven gedacht.

Tierwelt

Die Tierwelt der Karibik ist so vielfältig wie das Land selbst.
Reptilien und Amphibien sind häufig anzutreffen.
Bestes Beispiel ist der Kaiman, dem die Cayman-Inseln ihren Namen verdanken und der auch über dem Wappen von Jamaika steht.
Die Vogelwelt der Karibischen Inseln ist besonders auffallend bunt und artenreich.
Kolibris und Papageien gehören zu den populärsten Vertretern.
Stattlich ist zudem die Zahl der Wasservögel, u. a. der Braunpelikane und der Flamingos, deren massenhaftem Auftreten die niederländische Insel Bonaire den Beinamen "Flamingo Island" verdankt.

Korallen

Im Gegensatz zur Landfauna ist die Meeresfauna der Karibik so bunt und vielfältig, daß dieses Gebiet wohl zu Recht als Paradies der Unterwasserfotografen gilt. Zunehmende Gewässerverschmutzung, Überfischung und uneinsichtige Gerätetaucher gefährden dieses Paradies jedoch in zunehmendem Maße.
Den Meeresboden bedecken Wälder von abenteuerlich geformten Korallen.
Diese massenhaft in tropischen Meeren auftretenden Hohltierchen haben die Landschaft des Meeresbodens entscheidend geprägt und zudem mehrere Atolle im Karibischen Meer aufgebaut.

Salzwasserfische

Mit ihrem verzweigten Astwerk bieten die Korallen den vielen, meist farbenprächtigen und auch bizarr geformten Fischen wirksam Schutz vor Feinden.
Typisch für diese tropische Meereswelt sind der bunte Papageienfisch, der farbenfrohe Schmetterlingsfisch und der Engelsfisch, der eigenartige Igelfisch sowie etliche Arten Fliegender Fische.

Meeressäuger

Unter den Meeressäugern sind insbesondere Delphine und Tümmler anzutreffen, in den flachen Küstenzonen und Brackgewässern vereinzelt die Seekuh, die dort Algen und Seetang abweidet.

Sonstige Meeresbewohner

Stark vom Menschen verfolgt und dezimiert sind die Wasserschildkröten.
Langusten und andere Krebstiere erreichen in den stets gut temperierten Gewässern ansehnliche Ausmaße.
Haarsterne, Seeigel und Seesterne sind überall zu finden.

Menschen

"Bonbini!" - so grüßt man auf Aruba und bekommt ein eher germanisch klingendes "Danki!" als Antwort.
Das Papiamento, die Umgangssprache der Niederländischen Antillen mit ihren spanischen, portugiesischen, afrikanischen, indianischen, indischen, holländischen, englischen und französischen Beimischungen ist ein aufregendes Sprachallerlei.
Auf den anderen Inseln hört man ähnlich komplizierte Zungenschläge.
In Klassenzimmern und Amtsstuben sind indessen nach wie vor die Kolonialsprachen gebräuchlich.

Bevölkerung

Auffällig ist der rassisch-ethnische Pluralismus jeder einzelnen Karibikinsel.
Es gibt aber auch inselspezifische Besonderheiten, die aus der früheren Zugehörigkeit zum spanischen, französischen, britischen oder niederländischen Kolonialbesitz resultieren.
Beide Erscheinungen sind unmittelbare Auswirkungen der politischen Geschichte und der Wirtschaftsentwicklung.
Die Bevölkerung der Karibischen Inseln stammt nahezu vollständig von Zuwanderern ab. Gemeinsam ist allen Karibischen Inseln, daß es fast keine Reste der indianischen Urbevölkerung, den Arawak (Arauak), mehr gibt. Allerdings trifft man gelegentlich auf Weiße, deren Gesichtszüge indianische Merkmale erkennen lassen oder auf sogenannte 'Black Caribs', die aus der Mischung von Kariben und Schwarzen hervorgegangen sind.
Während der Kolonialzeit sind Europäer verschiedener Nationalität und Sprache entweder direkt aus der Heimat oder aus den nordamerikanischen Kolonien zugewandert. Zwangsweise wurden Hunderttausende von Schwarzen durch die Kolonialmächte aus Afrika auf die Karibischen Inseln verpflanzt.
Als die Sklaverei aufgehoben war, holten Briten und Franzosen dann Inder als Vertragsarbeiter für die karibischen Zuckerplantagen.
Chinesen und Libanesen sind die kleinsten Gruppen von Zuwanderern.

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